Was ist ein virtueller Server?
Bei Virtual Private Servern (VPS) teilen sich mehrere virtuelle Server dieselbe zugrunde liegende physische Hardware. Die Ressourcenanforderungen der virtuellen Server – wie Betriebssystem, Arbeitsspeicher und Storage – werden vom User festgelegt und mithilfe einer gemeinsam genutzten Software zum Virtualisieren, dem sogenannten Hypervisor, erstellt.
Wodurch unterscheiden sich physische Bare-Metal-Server von virtuellen Servern?
Hypervisoren machen Server effizienter, indem sie es einem physischen Server ermöglichen, seine Ressourcen auf mehrere virtuelle Server zu verteilen – alles auf derselben Maschine. Der Hypervisor begrenzt, wie viel der Ressourcen der geteilten Hardware jeder virtuelle Server verwenden kann.
Wenn ein Bare-Metal-Dedicated-Server beispielsweise über 128 GB Speicher verfügt, kann ein Hypervisor einen oder mehrere Virtual Private Server konfigurieren, um diese Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Mit einem Hypervisor können also verschiedene virtuelle Server erstellt und Ressourcen entsprechend zugewiesen werden. Mit einem günstigen Dedicated Server können Sie einen oder mehrere Virtual Private Server hosten und jeden anders einrichten. Es gibt keine Standardkonfiguration, da die meisten virtuellen Server für einen bestimmten Einsatzzweck erstellt werden.
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Warum die Bezeichnung „Virtual Private Server“?
Sie werden als „virtuelle private Server“ bezeichnet, weil sie sich in der Verwendung anfühlen wie klassische Bare-Metal-Server. Der entscheidende Unterschied liegt im Hypervisor, der Hardware und Serverressourcen optimal ausschöpft.
Was ist eine virtuelle Maschine?
Virtuelle Maschinen arbeiten nach einem ähnlichen Konzept wie virtuelle Server, allerdings stellt der Hypervisor hier die Funktionen eines Desktop-Computers auf gemeinsam genutzter Hardware bereit, nicht die eines Servers. Der Hypervisor weist der virtuellen Maschine Ressourcen wie RAM und Storage zu und ermöglicht den Betrieb verschiedener VMs auf gemeinsam genutzter Hardware, z. B. der eines günstigen Dedicated Servers. Dabei können die VMs sogar unterschiedliche Betriebssysteme nutzen. Virtuelle Maschinen und virtuelle Server sind aufgrund ihrer Flexibilität und Kosteneffizienz heute sehr beliebt. Sie nutzen die Hardwareressourcen besser aus und ermöglichen verschiedenen Usern deren gemeinsame Nutzung, wobei jede:r über eine eigene Konfiguration verfügt.
Die Geschichte der Virtual Private Server
Die Virtualisierungstechnologie wurde in den 1970er-Jahren von IBM erfunden. Mit großem Aufwand wurde ein Tool entwickelt, mit dem verschiedene User sich die Ressourcen eines einzelnen Computers für eine gewisse Zeit teilen können. In den darauffolgenden drei Jahrzehnten hat sich die Leistung von Prozessoren etwa alle 18 Monate verdoppelt. Mitte der 2000er-Jahre hat sich das Internet enorm schnell ausgebreitet und Computertechnologie wurde zu einem zentralen Thema für die meisten Unternehmen.
Etwa zu dieser Zeit hatte die Virtualisierungstechnologie den Punkt erreicht, dass Hypervisoren zuverlässig virtuelle Server und virtuelle Maschinen erstellen konnten. Hardware konnte nun gemeinsam und somit effizienter genutzt werden.
Bevor es Hypervisoren gab, wurden Anwendungen üblicherweise auf eigenen Bare-Metal-Servern ausgeführt. Das war jedoch nicht effizient, da Server im Schnitt nur zu 15 % ausgelastet sind. Vier virtuelle Server, die sich die Ressourcen auf einem einzigen physischen Server teilen, würden die Auslastung dieses Servers auf etwa 60 % der Kapazität bringen und dabei eben nur so viel kosten wie ein günstiger Dedicated Server.
Wie schnell kann ein VPS bereitgestellt werden?
Die Bereitstellung eines dedizierten Bare-Metal-Servers dauert in der Regel länger als die eines VPS. Die Hardware eines Dedicated Servers kann individuell auf die Nutzung einzelner Kund:innen zugeschnitten werden. Wenn der Rechenzentrumsanbieter jedoch keine Hardware vorrätig hat, kann die Bestellung und Einrichtung der Komponenten einige Zeit dauern. Virtual Private Server sind weitaus flexibler und lassen sich binnen Sekunden bereitstellen. Da ein VPS auf gemeinsam genutzter Hardware läuft und durch den Hypervisor eingeschränkt ist, kann er zwar angepasst werden, jedoch nicht in gleichem Umfang wie ein Dedicated Server.
Für das Provisioning eines Virtual Private Servers muss der Rechenzentrumsanbieter einfach nur den Hypervisor verwenden, um einen Server mit den kundenseitig gewählten Ressourcenoptionen zu erstellen. Dann ist alles einsatzbereit.
Kosteneffizienz
Virtual Private Server laufen auf gemeinsam genutzter Hardware und ihre Betriebskosten werden so auf die verschiedenen Kund:innen aufgeteilt, was diese Server deutlich kosteneffizienter macht. Wenn Ihr Unternehmen schnell einen Server braucht und nur über ein begrenztes Budget verfügt, könnte ein Virtual Private Server eine gute Option sein. Benötigt Ihr Unternehmen hingegen vollständige Kontrolle über den Server, ein eigenes privates Netzwerk oder eine präzise Anpassung für den Betrieb bestimmter Anwendungen, so ist ein dedizierter Bare-Metal-Server vermutlich die bessere Wahl.
Performance
Virtual Private Server bewältigen verschiedenste Workloads und können eine hohe Leistung bieten. Da sie jedoch von einem Hypervisor gesteuerte Hardwareressourcen miteinander teilen, kommen sie nicht an die Leistung eines Dedicated Servers heran.
Ein Virtual Private Server kann ideal zum Hosten einer Website sein, auch bei hohem Traffic. Umfangreiche Mediendateien können den virtuellen Server jedoch überfordern, genauso wie plötzliche Traffic-Spitzen oder eine viel genutzte Datenbank. Hier wäre ein günstiger Dedicated Server womöglich besser geeignet.
Die VPS von OVHcloud nutzen die Intel-Architektur der nächsten Generation und NVMe-SSD-Storage, alles gestützt auf eine hochgradig resiliente Infrastruktur. Wir haben eine dedizierte Umgebung für das Hosting von Websites und Business-Anwendungen mit maximaler Performance aufgebaut. Das OVHcloud Kundencenter gibt Kund:innen die volle Kontrolle über ihren Server, mit einer breiten Auswahl an Windows‑ oder Linux-Betriebssystemen.
Dedizierte Bare-Metal-Server vs. Virtual Private Server: Was ist für Ihr Unternehmen am besten?
Die Entscheidung zwischen einem Bare-Metal-Server und einem Virtual Private Server hängt von einigen grundlegenden Faktoren ab, darunter Leistungsanforderungen, Maß an Kontrolle, Sicherheit und Bereitstellungsgeschwindigkeit.
Use Cases für Virtual Private Server
Virtual Private Server sind von Grund auf flexibel und eignen sich für eine Vielzahl von Use Cases.
Webhosting: Das Hosten einer Website ist einer der beliebtesten Use Cases für virtuelle Server. Ein VPS kann so konfiguriert werden, dass er Inhalte bereitstellt, Anwendungen ausführt und sichere und zuverlässige Verbindungen gewährleistet. Ob für einen privaten Blog oder einen Onlineshop: Es stehen zahlreiche VPS-Konfigurationen zur Auswahl. Wenn Sie auf der Suche nach einer schnellen und einfachen Bereitstellung sind, ist ein VPS die richtige Wahl.
Mit der OVHcloud VPS-Reihe können Sie Ihren Server partitionieren, um mehrere Websites oder Anwendungen zu hosten, indem Sie einfach jeder einen eigenen Bereich zuweisen. Mit einem Verwaltungspanel für das Hosting wie Plesk oder cPanel können Sie dies mühelos selbst verwalten.
Backup: Virtuelle Server eignen sich ideal für das Backup und Klonen der Server oder Desktop-Computer, auf die Ihr Unternehmen angewiesen ist. Das ist besonders nützlich, wenn ein geschäftskritischer Server oder Computer beschädigt oder gestohlen wird.
Sandbox-Testumgebungen: Wenn Ihr Unternehmen neue Funktionen testet oder Updates für seine digitalen Produkte entwickelt, kann ein VPS eine zuverlässige Test- oder Sandbox-Umgebung sein. Eine Sandbox ist eine isolierte Umgebung, in der neue Produkte und Lösungen getestet werden können, ohne dass die Produktionsumgebung oder sensible Kundendaten beeinträchtigt werden.
Mit einem Virtual Private Server können IT-Teams die neue Anwendung, Funktion, Korrektur oder Aktualisierung sicher testen. Ein VPS bietet Ihnen die Flexibilität und Effizienz, um schnell eine geeignete Umgebung bereitzustellen, Ihren Test durchzuführen und den virtuellen Server nach Abschluss wieder einzustellen.
VPS als kostengünstigste Lösung für die Einrichtung einer Testumgebung
Inkompatible oder ältere Softwareversionen verwenden: Wenn Ihr Unternehmen auf eine Anwendung angewiesen ist, die eine nicht standardmäßige oder ältere Version eines Betriebssystems erfordert, bietet ein virtueller Server eine kostengünstige Option. Damit können alle, die eine nicht standardmäßige Software benötigen, eine solche verwenden, ohne sich um die Kosten und den Wartungsaufwand eines physischen Servers kümmern zu müssen.
E-Mail-Server: Ein virtueller Server bietet mehr Sicherheit und volle Kontrolle über Ihre E-Mails. Dank End-to-End-Verschlüsselung bleiben Ihre vertraulichen Nachrichten immer geschützt.
Backups und Kontrolle
OVHcloud VPS-Lösungen können Ihnen bei der Absicherung Ihrer Daten helfen. Über das OVHcloud Kundencenter steht Ihnen die Snapshot-Option zur Verfügung, um eine exakte Kopie Ihres VPS zu erstellen. Mit dem OVHcloud Kundencenter erhalten VPS-Kund:innen die gleiche Kontrolle über ihren Server wie bei einem Bare-Metal-Dedicated-Server.
Die VPS-Lösungen von OVHcloud bieten Zuverlässigkeit und die hohe Leistung eines Dedicated Servers, ohne den Verwaltungsaufwand physischer Hardware. Die VPS-Pakete von OVHcloud sind individuell anpassbar. Sie können komplizierte Funktionen, die Sie nie verwenden werden, einfach weglassen, und zahlen nur für das, was Sie brauchen. Insgesamt bietet Ihnen der VPS ein flexibles, kostengünstiges und leistungsstarkes Tool, mit dem Sie Ihr Unternehmen sinnvoll unterstützen.
OVHcloud und Virtual Private Server
Die Virtual Private Server von OVHcloud bieten zuverlässige Leistung zu wettbewerbsfähigen Preisen – mit sechs Optionen für Ihre Anforderungen. Von kleinen Blogs und Webhosting bis hin zum Hosten von Online-Games: Mit den verschiedenen Konfigurationen unserer Reihe decken wir alles ab.